Zurück zur Übersicht

Besuch von Ministerin Ina Scharrenbach bei der ALHO Gruppe: Gemeinsam für die Zukunft des Bauens

Besichtigung der neuen Produktionshalle und vertiefender Austausch über die Chancen des seriellen Bauens

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein‑Westfalen, besuchte am 22. April das Werk der ProContain GmbH in Morsbach‑Lichtenberg. Im Mittelpunkt des Besuchs standen die industrielle Fertigung modularer Gebäude, temporäre Containerlösungen sowie die Kombination aus Stahl und Holz als Hybridbauweise im Modulbau. Der Besuch bot die Gelegenheit, den bestehenden Dialog mit dem Ministerium fortzusetzen und aktuelle Entwicklungen aus Praxis und Politik miteinander zu verbinden.

Besichtigung einer der modernsten Containerfertigungen Deutschlands

Zu Beginn erhielt Ministerin Scharrenbach gemeinsam mit Thomas Jüngst, dem Leiter des Generalsekretariats der CDU Nordrhein-Westfalen, einen Einblick in die neue, teilautomatisierte Produktionshalle von ProContain. Die Anlage gilt seit ihrer Inbetriebnahme vor einem Jahr als eine der modernsten Containerfertigungen Deutschlands. Ministerin Scharrenbach war bereits beim Richtfest anwesend und zeigte sich nun auch vom laufenden Betrieb überzeugt.

Austausch über rechtliche und fördertechnische Rahmenbedingungen

Im anschließenden Gespräch standen insbesondere beschleunigte Genehmigungsprozesse – etwa durch Allgemeine Bauartgenehmigungen (aBGs) für F60- und F90-Konstruktionen, also Bauteile mit erhöhten Brandschutzanforderungen – sowie die Anpassung bestehender Standards an zukunftsweisende Baukonzepte wie die Holz- Stahl-Hybridbauweise im Fokus. Ziel ist es, Innovationen schneller in die Praxis zu bringen und nachhaltige Bauweisen zu stärken.

Das Ministerium betonte die gemeinsame Herausforderung, in Nordrhein-Westfalen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, und bekräftigte den Anspruch, Förderprogramme so zu optimieren, dass mit den gleichen Mitteln mehr Wohnraum entsteht. Hierzu zählt die Priorisierung kosteneffizienter Konzepte wie die serielle Modulbauweise. 

Förderprogramme und Typengenehmigungen als Hebel für Innovation

Als positives Beispiel würdigte die ALHO Unternehmensleitung das vom Land initiierte Förderprogramm „Energieeffiziente Modulschulen NRW“, das seit Oktober 2025 Förderanträge für kommunale Ersatzneubauten in Modulbauweise ermöglicht. Es gilt als wichtiger Schritt, um energieeffiziente, wirtschaftliche und serielle Lösungen stärker in kommunalen Bauprojekten zu verankern.

Darüber hinaus wurde der „Erlass zur Förderung der Kreislaufwirtschaft – Bilanzierung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens unter Berücksichtigung der zirkulären Wertschöpfung (cradle to cradle)” als richtungsweisende Initiative des Landes hervorgehoben. Der Erlass zielt darauf ab, bei öffentlichen Bauvorhaben Materialien ressourcenschonend einzusetzen, wiederzuverwenden und den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden nach dem Prinzip der zirkulären Wertschöpfung zu betrachten. Aus Sicht der Teilnehmer wird diese Möglichkeit in der Praxis bislang zu wenig genutzt. Eine stärkere Anwendung oder Einbindung in öffentliche Ausschreibungen könnte natürliche Ressourcen schonen und nachhaltige Bauweisen gezielt fördern – ein Ansatz, der wesentlicher Bestandteil des seriellen und modularen Bauens ist.

Auch die Umsetzung von Typengenehmigungen für stark standardisierte Gebäudearten wurde als sinnvoller Ansatz diskutiert. Sie können Planungen vereinfachen, Genehmigungsverfahren beschleunigen und damit zu größerer Planungssicherheit beitragen.

Gemeinsames Ziel: Nachhaltiger, wirtschaftlicher und schneller bauen

Ministerin Scharrenbach und die Unternehmensvertreter betonten das gemeinsame Ziel, durch industrielle Bauweisen und modulare Konzepte bezahlbaren Wohnraum und zukunftsfähige Bildungsbauten zu fördern. Dabei stehen die effiziente Nutzung öffentlicher Mittel, Innovationsförderung und Nachhaltigkeit gleichermaßen im Mittelpunkt. 

Vielen Dank für den offenen Austausch und konstruktiven Dialog sowie Ihr anhaltendes Interesse an der modularen und seriellen Bauweise, Frau Ministerin Scharrenbach!

Teilen Sie diesen Artikel gerne


Weitere Artikel